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Wolfsklamm – Kühles Ausflugsziel an heißen Tagen

Wolfsklamm

Gerade an heißen Sommertagen ist eine Wanderung durch eine Klamm eine willkommene Abwechslung. Die Wolfsklamm in Stans ist pures Naturerlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Sie gilt sogar als die schönste Klamm in den Alpen.

Es ist schon beeindruckend, welchen Weg sich das Wasser über die vergangenen Jahrhunderte hier gebahnt hat. Kristallklar tost der Gebirgsbach in Wasserfällen über die Felsen und sammelt sich in Gumpen, wo er Türkisblau oder Smaragdgrün schimmert.

354 Stufen sind es angeblich, die durch die Wolfsklamm führen. Dazwischen liegen Holzstege an Felswände geschmiegt, Steige und Brücken. Eröffnet wurde dieser Weg bereits im Jahr 1901. Heute ist er gut gesichert und wird regelmäßig überprüft. Immer wieder wird er aber gerade in den Wintermonaten durch Naturgewalten beschädigt und muss aufwändig gewartet werden.

Am oberen Ende der Klamm passiert man eine Staumauer. Am Bach finden sich zahlreiche schattige Rastplätze und Kinder können sich hier noch lange beim Spielen beschäftigen.

Hier trifft man auch auf den Pilgerweg, der weiter zum Wallfahrtsort St. Georgenberg führt – übrigens der älteste Tirols. Oben angekommen kann man die Kirche besichtigen, es finden auch immer noch Gottesdienste statt. Da Benediktinerstift hat eine interessante Geschichte, die auf das Jahr 950 zurückgeht.

Das Gasthaus Wallfahrtseinkehr bietet sich für eine Stärkung an, die große Terrasse ist bei schönem Wetter besonders einladend.

Ausgangspunkt: ist das Ortszentrum von Stans oder der Parkplatz Wolfsklamm. Von hier bis zum Kloster braucht man rund 1,5 Stunden. 335 Höhenmeter (von 563 auf 898 Meter) sind zu bewältigen.

Abstieg: entweder über den gleichen Weg, es sind allerdings zahlreiche lohnende Varianten möglich, die den Ausflug in eine abwechslungsreiche Rundwanderung verwandeln. Entweder über den Pilger-Waldweg (mit Abstecher nach Maria Tax) oder über den Heuberg zurück nach Stans. Aber auch Schloss Tratzberg ist von hier aus zu erwandern.

Die Klamm ist üblicherweise von April bis November geöffnet, sofern es die Witterung erlaubt. Da es in der Schlucht kühl und feucht ist, sollte man auch an Sommertagen zumindest eine dünne Jacke einpacken.

Foto: Julia Hitthaler

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