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So wird Skiurlaub mit Kindern chillig

Familienurlaub auf den Ski im Zillertal

„Am Meer waren wir schon. Jetzt geht’s in den Skiurlaub“, erzählt meine Nachbarin. Ob alles glatt läuft? Das kenne ich. Als Mutter möchte ich meiner kleinen Marie Spaß auf Skiern vermitteln. Papa träumt von einer Sportlerlaufbahn für sie – zu gern fiebert er bei Skirennen mit – im TV. Unsere Maus sollte draußen happy sein, abends mit feuerroten Wangen ihre Käsespätzle mampfen und in Sekundenschnelle in den Schlaf sinken. So gelingt’s.

Einpacken auf die leichte Schulter nehmen

Winterurlaub fordert vorab schon mal die grauen Zellen. Doris rollt beim Gedanken ans Kofferpacken mit den Augen. Da hilft Methode „08-15 plus ein spezielles Extra“. Packt bitte nur für einen Kurzurlaub ein; vor allem warme Kinderklamotten nach dem Zwiebelprinzip, den Kita-Rucksack, einen Pyjama und das Lieblingsstofftier – in meinem Fall war’s Maries Zottelhase. Da die Reise nicht nach Timbuktu geht, sondern ins Zillertal wird es völlig umsonst sein, Notfall-Medikamente zusammen zu tragen oder in einer tagelangen Rallye durch Stadt-Boutiquen rosa Glitzer-Fäustlinge in Größe 5 zu suchen. Denn die Auswahl an Kinder-Sportartikeln ist im Zillertal riesig. Die allerfeinsten Schneestiefel finde ich dort. Immerhin wissen die Zillertaler genau, was rutschfest, wasserabweisend und winddicht ist. Sollte ein Schnupfen im Anflug sein, gibt es schnelle Hilfe im Hotel oder notfalls beim Doktor und der Apotheke im Dorf, auch nachts. Kleiner Koffer für die Kleinen, mittlerer für die Eltern: alles easy.

Ski, Schuhe, Helm und sonst noch was?

Welche Ski nehme ich für den Knirps mit Nasenhöhe einmeterzwanzig? Welche Schuhe passen für Größe dreißig und wie passen die dann auf die Skier? Wo bekomme ich um Himmelswillen Schlitten und einen Rutschbob her? Das fragte ich mich auch! Erstens sprengen diese Geräte die Kapazität eines üblichen Kofferraums, zweitens fressen sie ein Drittel des Urlaubsbudgets und drittens braucht ihr ewig Zeit, euch in Sachen Ski fit zu machen. Die Lösung: Leiht aus was ihr könnt! Ski, Stöcke und Helm gibt es passgenau in den Skiverleihstationen der Ersten Ferienregion direkt an den Talstationen der Bergbahnen und auch in den Ortszentren. Dort beraten Vollprofis. Maries Leih-Skihelm bekam sogar rosa Hasenohren übergestülpt. Leihrodeln gibt es direkt an der jeweiligen Rodelbahn. Einen Schneeteller wie ein Ufo und einen knallroten Zipfl-Bob zum Rutschen lieh uns letzten Winter die Vermieterin am Bauernhof am Fügenberg, ein Riesenspaß für alle war das!

Übersichtlich, sonnig, Kinderbetreuung im Skigebiet – so passt’s genau

Nein, nicht die Zahl der Pistenkilometer gewinnt die Wahl, auch nicht die Disneyfiguren in einem Kinderland oder die Seehöhe. Ein Skigebiet ist dann für Familien ideal, wenn es unten, oben oder in der Mitte eine Kinderbetreuung gibt; wenn ihr dort eine Skischule mit liebevoll gestalteter Übungswiese findest und vielleicht ein Maskottchen ab und zu über die Pisten tingelt (Marie ratterte dem Skihasen hinterher). Eine Panoramatafel mit aufgemalten 3-D-Bergen voller Lifte, Abfahrten und Hütten studieren Familien so: Hier geht’s rauf, dort runter und da können wir uns treffen. Ganz einfach und übersichtlich. Blaue Pisten, Rote Piste, lustige Abfahrten oder Speed-Strecken sind wichtig. Dann ist es perfekt. Wie am Spieljoch: oben angelangt, habt ihr alles im Blick. Das freie Gelände über der Baumgrenze ist voller Wannen, Rücken, Hügel, Kuppen und Schneisen. Da fahrt ihr nicht nur Ski, da tanzt ihr – und die Kleinen jodeln. Mittendrin eine geniale Funny Slope mit Schnecke und Schneetunnel. Im heimeligen Zwergerlclub in der Gondelbahn-Bergstation spielt Marie nachmittags 2 Stunden mit den Puppen, weil sie keine Kraft mehr zum Skifahren hat.

Skifahren lernen – mit einem Lachen delegieren

Das richtige Alter zum Skifahren lernen? Ab 3 Jahren denkbar. Ab 4 Jahren geht’s schneller, ab 5 richtig schnell. Dennoch ist die Sache für uns Eltern kein Kinderspiel. Auch nicht für ausgebildete Skilehrer. Sie aber haben aber den Dreh heraus, Kids zu animieren. Mir persönlich fällt die Entscheidung pro Skischule superleicht: Anstatt auf Knien heldenhaft unsere Prinzessin in Schneepflug-Position zu bringen und sie anschließend achtmal den Hügel hoch zu schleppen, haben wir bei der Skischule eine Schnupperstunde gebucht – Hoffnung auf Gefallen und Weitermachen inkludiert. Ergebnis: Marie lernte das Bremsen superschnell mit 4 Jahren und wir konnten uns endlich alleine eine schwarze Abfahrt hinunterstürzen.

Immer locker bleiben

„Einatmen, ausatmen“ wirft mir ein Bürokollege herüber, wenn Stress aufkommt. Im Urlaub soll‘s doch genau das Gegenteil sein. Als erprobte Eltern wissen wir ja: Genau nach Plan gibt’s mit Knirpsen nicht. Wenn sich unsere Kleine nur unter Tränen von den Spielfreunden im Hotel trennen würde, weil alle gerade den Schneehügel vor der Terrasse runterkugelten, dann lassen wir sie weiter kugeln. Marie schlief einmal nach dem Skikurs mittags unterm Terrassentisch ein: Wir haben sie aufs Zimmer gebettet, Prosecco am Hotelbalkon getrunken und geschmunzelt: „Skiurlaub mit Kindern IST chillig.“ Weil unsere Kleine Angst hat vor Rodeln mit Speed, spazieren wir eben flach dahin, knipsten die besten Fotos dieses Winters – und atmeten durch.

Runter von der Piste

Apropos Rodeln: das ist eine willkommene Abwechslung, ebenso Schwimmen. Das Abtauchen im Schwimmbad liegt ja in der Ersten Ferienregion direkt vor der Haustüre: die Erlebnistherme Zillertal. Mit Spaß-Becken, Wellenbecken, Bambini-Bad, 2 Rutschen und vielem mehr ist Austoben angesagt.

Auch ein Tag für Mami

Ganz zum Schluss des Skiurlaubs noch ein Mama- oder Elterntag? Dreht das doch um. Kurz eingewöhnen und schon bald ein Erholungstag für die Eltern. Spätestens an Tag 3 oder 4 sollte Zeit sein für eine Schneeschuhwanderung, eine Pferdekutschenfahrt oder ein feine Flasche Wein zu Zweit. Marie fühlte sich im Zwergerlclub pudelwohl, daher wurde mein Mama-Traum tatsächlich Realität – Schneeschuhtour, Pferdeschlitten und gute Flasche Wein an einem Tag. Romantik pur, mindestens wie beim Sonnenuntergang am Meer. Schnee, Ski und glückliches Kind inklusive.

Kleiner Spickzettel für den Skiurlaub mit Kindern

Skigebiete: viele leichte Pisten, Kinderland, Kinderbetreuung im Skigebiet. Skiverleih + Skidepot nahe der Bergbahn. Geheimtipp für Familien: Skigebiet Spieljoch im Zillertal

Unterkunft: Familienhotel, kinderfreundliche Pension oder ein Bauernhof? Bei den vielen Unterkünften in der Ersten Ferienregion ist sicher für jeden das passende dabei! Kinderbetten und Babyausstattung werden meistens vom Haus gerne gestellt!

Skischule: Schnupperkurs? Kinder-Anfängergruppen starten an mehreren Wochentagen!

Mehr als Ski: Schwimmbad, Rodelbahnen, Schneeschuhwandern oder mehr, was gibt es in der Nähe? Tipp: Erlebnistherme Zillertal.

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