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Wandern mit Kühen

Wandern mit Kühen

Vorsicht bei Kühen: Zwar sind die meisten Rinder den Menschen freundlich gestimmt, dennoch kommt es immer wieder zu Unfällen. Unwissen ist oft ein Grund dafür, dass Wanderer angegriffen werden. Hier ein paar Tipps, wenn man Weiden oder Almwiesen durchquert.

Zuallererst sei klargestellt: Kühe sind keine Kuscheltiere. Wer sich nicht auskennt, sollte sie möglichst in Ruhe lassen und in respektvollem Abstand ruhig, ohne hektische Bewegungen an ihnen vorbeigehen. Auf den markierten Wegen bleiben, Tiere nicht streicheln und direkten Augenkontakt vermeiden!

Kürzlich habe ich auf einer Wanderung zwei kleine Kinder gesehen, die mit Stöcken Kälber geärgert haben. Wenig später ist mir ein freilaufender Hund begegnet, der junge Rinder gejagt hat. Solche Provokationen lassen sich nicht alle Tiere gefallen. Eines der Rinder hat sich dem Hund dann auch entgegengestellt. Als Besitzer kann man da schnell dazwischen geraten. So weit sollte man es aber keinesfalls kommen lassen.

Kühe am Kuhmesser

Im Unterschied zu Pferden beispielsweise, die bei Gefahr normalerweise die Flucht ergreifen, reagieren Rinder anders. Für sie ist Angriff durchaus eine Option der Verteidigung. Eine ausgewachsene Kuh bringt ca. 500 kg auf die Waage und damit ist nicht zu spaßen.

Drohgebärden bzw. Warnhinweise, dass ein Rind zum Angriff übergeht, sind das Senken des Kopfes, Kopfschütteln bzw. auf und ab bewegen, Schnauben oder Scharren mit den Vorderbeinen.

Besonders vorsichtig muss man bei Muttertieren mit Kälbern sein, denn diese werden sozusagen mit Zähnen und Klauen verteidigt. Kühe, die gemolken werden, sind meist viel entspannter.

Wer mit Hund unterwegs ist, muss auf der Hut sein, denn von ihnen fühlen sich die Tiere oft bedroht. Hunde an die kurze Leine nehmen – nur abhängen, wenn man angegriffen wird!

Lieber bei Kühen auf dem Wanderweg einen Umweg in Kauf nehmen, anstatt sich in Gefahr zu begeben!

Eine informative Broschüre zum richtigen Verhalten gibt es von der Landwirtschaftskammer Tirol: Folder anschauen

Fotos: Julia Hitthaler und TVB Zillertal

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