Land & Leuttourdata

Stummer Schrei: Das Zillertal als Nabel der Kulturwelt!

Stummer Schrei

Es ist wieder so weit. Endlich möchte man sagen. Nicht dass das Zillertal nicht auch sonst in Sachen Kultur so einiges zu bieten hätte. Schließlich wird Tradition im Zillertal ganz groß geschrieben. Wer mag kann sich das ganze Jahr über Volksmusik, volkstümliche Musik und Theaterstücke geben.

Im Zillertal existieren traditionelle und zeitgenössische Kultur außerdem friedlich nebeneinander. Genau diese Tatsache bringt das Festival Stummer Schrei jedes zweite Jahr auf den Punkt wie kein anderes. Es zeigt, dass sich aus Traditionen ein immenses Innovationspotential ableiten lässt und dass sich auch Zeitgenössisches hervorragend in diesen Kontext integrieren lässt.

Eines muss vorab gesagt werden: Das Festival Stummer Schrei ist weit mehr als nur ein bisschen Theaterspielen mit netten Konzerten umrahmt. Es ist vor allem ein Ereignis. Künstlerisch. Zuvorderst aber für die Region selbst. Zahllose ehrenamtliche und zahlreiche Volksschauspieler aus dem Zillertal ermöglichen dieses Festival erst. Das Festival zeigt somit unter anderem auch, welches Potential im Zillertal steckt. Und es zeigt, wie man mit lokalen Themen auf kreative und innovative Weise umgehen kann.

Stummer Schrei_Skyshape
Skyshape

Das Festival Stummer Schrei: Theater und (viel) mehr!

Wie renommiert das Festival mittlerweile ist und welchen guten Namen es weit über die Region hinaus genießt, wird auch dadurch deutlich, dass man in diesem Jahr Felix Mitterer verpflichten konnte, ein Stück Eigenes für das Festival zu schreiben.

Es heißt „Märzengrund“ und handelt von einem Bauernsohn, der ins Gebirge geht und 40 Jahre nicht mehr in die Zivilisation zurückkehrt. Diese Geschichte ist keineswegs erfunden, sondern beruht auf wahren Begebenheiten.

Überhaupt sind Erzählungen und Menschen aus dem Zillertal der rote Faden, der sich durch den „Stummer Schrei“ zieht. Ein weiteres Projekt hört auf den Namen „Tiroler G´schichtln“. In diesen werden bemerkenswerte Schicksale und Erlebnisse von Menschen aus dem Zillertal und aus Tirol auf kreative und künstlerisch interessante Weise bearbeitet und verarbeitet.

Bemerkenswert ist aber nicht nur das Theater, welches bei diesem Festival gespielt wird und die Geschichten die dadurch wieder und neu erzählt werden. Mehr als hörenswert ist auch das Musikprogramm, das Genregrenzen sprengt und auf den ersten Blick Disparates zusammenführt.

Ein Highlight verspricht das „Lalá Vocalensemble“ zu werden. Die stilistische Vielfalt ist erstaunlich und die Frage, ob gerade Jazz, Pop, Klassik oder Volksmusik gespielt wird, lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Nach einem solchen Konzert ist auch klar, dass es egal ist. Die musikalische Qualität zählt. Und die ist hier überaus hoch.

Stummer Schrei_Mother's Cake
Mothers‘ Cake

Aber auch für Menschen, die Rockmusik mögen ist vorgesorgt. So werden die von Innsbruck aus in die Welt durchgestarteten Mother´s Cake ein euphorisierendes und mitreißendes Konzert spielen. Doch damit nicht genug: Es gibt auch noch die Band „Skyshape“, Sitar-Klänge, das Jazzorchester-Tirol und viele mehr.

Da sehr viele der beteiligten Musiker in Tirol beheimatet sind und/oder hier ihre Wurzeln haben, wird deutlich, dass sich die Tiroler Musikszene ganz und gar nicht verstecken muss. Neben einem Festival mit exzellentem Theater wird der „Stummer Schrei“ somit auch zu einem Ort, der zeigt, was sich in Tirol musikalisch so alles tut.

Nicht zu vergessen, dass in diesem Jahr das Zillertal die 200 Jahre feiert, in denen es nunmehr zu Tirol gehört. Auch das wird künstlerisch an allen Ecken und Endes des Festivals gefeiert.

Wer also geglaubt hat, dass Zillertal wäre ja vieles, aber ganz sicher nicht der Nabel der aktuellen Kulturwelt, der hat sich ganz gewaltig geirrt. Zumindest vom 11. Juni bis zum 07. August ist das Zillertal DER Ort, an dem Theater- und Musikinteressierte unbedingt sein müssen. Es lohnt sich mehr als nur!

Fotos: Facebook und Homepage „Stummer Schrei“ von 2014, Facebook Mothers’s Cake, Facebook Skyshape

2

Kommentare sind geschlossen.