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Outdoor-Pionier und Künstler: Toni Mair

Toni Mair - Aktivzentrum Zillertal

Mit seinem Aktivzentrum ist Toni Mair einer der Outdoorpioniere im Zillertal. Unter Anton F. Mair lebt er als Künstler seine kreative Seite aus. Ein Portrait.

Toni ist ein echter Zillertaler. Er kennt jeden und alle kennen ihn. Dass er aber überhaupt ins Tal zurückgekommen ist, ist eher ein Zufall. Nach der Ausbildung zum Koch und Konditor zog es ihn in die weite Welt hinaus, wo er u.a. auf Passagier- und Containerschiffen gearbeitet hat. 1982 wollte er nach Kanada aufbrechen und in den Outdoor-Bereich einsteigen. Als aber plötzlich sein Vater starb, entschied er sich ins Zillertal zurückzukehren. „Wahrscheinlich wäre ich sonst kein Zillertaler mehr geworden“, erinnert sich Toni Mair zurück.

Der heute 58-Jährige (Jahrgang 1957) hat dann neben seiner Arbeit als Koch Ausbildungen zu Skilehrer und Co. absolviert. Das Aktivzentrum Zillertal entstand. Mit seiner Flugschule für Paragleiter war er 1986 Vorreiter, seit 1992 gibt es Tandemflüge. Schon Kinder ab drei Jahren können dieses Erlebnis genießen. Seit 30 Jahren ist er dabei unfallfrei unterwegs.

„Ich bin strikt gegen alle motorisierten Aktivitäten. Die Leute kommen wegen der Erholung und der guten Luft zu uns und nicht wegen dem Krawall. Wir vermitteln, was wir haben und das ist eine wunderbare Naturlandschaft“, sagt Mair.

Zurück zu den Wurzeln, da gehe die Entwicklung hin. „In unserer schnelllebigen Zeit zählen wieder die einfachen Dinge im Einklang mit der Natur. Da braucht es kein Walt Disney, sondern Entschleunigung, verbunden mit einem Erlebnis.“ Großeltern und Enkerl können im Aktivzentrum gemeinsam etwas erleben, erfahrene Sportler finden ebenso ein Angebot wie Einsteiger.

Im Sommer ist Toni Mair mit seinem luftigen Jeep unterwegs, der ihn einerseits auch in unwegsames Gelände begleitet, andererseits durch die fehlenden Seitentüren jederzeit einen schnellen Plausch erlaubt. Sportliche Weste, Tuch um den Kopf, das Handy in der Gürteltasche ersetzen das Büro.

Skischule, Rafting, Bootsfahrten am Ziller, Grasskifahren, Wanderschule, Lama-Trekking, Canyoning und vieles mehr bietet er seinen Gästen. Neueste Attraktion ist der 3D Jagdbogen-Parcours. Toni Mair konnte große Partner gewinnen und einiges umsetzen, was nicht für möglich gehalten wurde. So zum Beispiel einen eigenen Bootseinstieg am Ziller in Aschau.

Es ist immer was los. Wie er sich da selbst entspannt? „Ich erhole mich sehr schnell und flüchte am liebsten ein paar Tage in die Natur.“ Das Handy bleibt dann bei einem Mitarbeiter. Mittlerweile ist auch sein Sohn bei der Aktivschule eingestiegen.

„Sporteln und Zeichnen, das waren in der Schule meine Fächer. Sonst war ich bei den Lehrern eher als Revoluzzer bekannt“, grinst Mair. Entsprechend ist Kunst seine andere große Leidenschaft. Daheim hat er ein großes Atelier und außerdem ein Geschäft in Zell am Ziller.

Tiroler und Südtiroler Motive dominieren: Landschaften, Trachtenpärchen, Bergbauernhöfe, Freiheitskampf, Schützen. Es gibt aber auch abstrakte Werke und Skulpturen. Seine Ausstellungen haben Anton F. Mair, wie er sich als Künstler nennt, bis nach Köln und Berlin geführt.

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