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Oliver 2.0: Hallo und guten Tag in der Zukunft!

Steudltenn_Oliver 2.0

Es dreht sich alles um die Zukunft und die Rettung der Welt. Heuer, beim Theaterfestival Steudltenn in Uderns. So auch im Theaterstück Oliver 2.0 von Folke Braband, das am 20. April uraufgeführt wurde. Vier Schauspieler, drei Türen, eine Couch. Das ist alles, was Hakon Hirzenberger braucht, um ein fulminantes, humorvoll-nachdenkliches Stück auf den Brettern des Steudltenn zu inszenieren. Das Premierenpublikum war begeistert.

Gerade hat Emma Oliver hinausgeworfen. Aber da ist er schon wieder. Oliver 2.0, hallo und guten Tag! Was Emma nicht sofort begreift: Oliver ist ein Roboter oder kurz eine KI (künstliche Intelligenz).

Wer ist echt, wer fake und ist der künstliche Doppelgänger vielleicht gar der bessere Mensch bzw. Partner? Schließlich kocht und putzt er, bringt den Müll raus und wurde von „partnerbook.com“ mit einer Fülle an weiteren Dienstleistungen und Features ausgestattet. Das macht ihn nebenbei auch zu einem hervorragenden Liebhaber. Ein „geiles Teil“, was will Frau also mehr?

Mit den Worten „Schau mal, was ich gefunden habe“, leitet er aufs Stichwort zur Erklärung der Welt im Wikipedia-Style über. Wenn es ums Fühlen geht, ist der Roboter manchmal überfordert. „Tut mir leid, das habe ich nicht verstanden“, sagt er dann und: „das ist schön, dieses Fühlen.“

Oliver 2.0 ist die Zukunft

Roboter, die Gefühle von Menschen wahrnehmen und solche selbst simulieren können? Die sind bereits erfunden. Hallo und guten Tag in der Zukunft. Eine verstörende oder gar beängstigende Vorstellung? Ein Stück, das viele Fragen aufwirft und die Fantasie unterschiedlichste Szenarien durchleben lässt. Was wäre denn, wenn etwa die Roboter die Weltherrschaft übernehmen würden …

Stefano Bernardin glänzt in der vielgestaltigen Rolle des Oliver, verkörpert den vor die Tür gesetzten Partner ebenso wie den auf Knopfdruck Witze erzählenden Roboter, die künstliche, empathie- und lernbegabte Intelligenz. Tolle Charakterdarsteller sind auch Maddalena Hirschal als hin- und hergerissene Emma, Eduard Wildner als Papa, der sich gerade einer Geschlechtsumwandlung unterzieht und Sven Sorring als Techniker mit Ghost-Buster-Anleihen.

„Parnerbook.com hofft, Sie sind mit dem ausgewählten Profil zufrieden.“ Danke, ja das sind wir und empfehlen das Stück daher sehr gerne weiter. Unbedingt anschauen, noch bis zum 30. April im Steudltenn in Uderns.

Fotos: Julia Hitthaler

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