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Heumilch Sennerei: Papa, wie kommen die Löcher in den Käse?

Heumilch Sennerei

Die Zillertaler Heumilch Sennerei in Fügen: Papa, wie kommen die Löcher in den Käse?

Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich schon alles erlebt habe. Denn es ist leider kein Klischee und kein Vorurteil so manchem Kind aus der Großstadt gegenüber. Kinder wissen manchmal wirklich nicht, woher die Milch wirklich kommt und dass Kühe nicht lila sind. Die Frage, wie Käse hergestellt wird beantworten sie ohnehin zumeist mit einem Schulterzucken. Dabei wäre die „Aufklärungsarbeit“ in dieser Sache doch nur allzu einfach. Kind und Kegel kurzerhand ins Auto gepackt, ins schöne Zillertal gefahren und die Zillertaler Heumilch Sennerei besucht. Danach sind alle Fragen beantwortet und die Kinder definitiv der Natur und der Wahrheit mehr als nur einen Schritt näher gekommen.

Schon allein wenn man mit seiner ganzen Familie im Zillertal „einfährt“. Was sich da für eine Landschaft vor einem auftut! Viele Berge, ja klar. Aber auch was für eine Weite und was für ein großer Raum um Abenteuer und Schönheit pur zu erleben! Saftige Wiesen, urigen Almen und Gastfreundschaft lauern hier ohnehin an jeder Ecke. Möchtet ihr alldem nicht begegnen, dann solltet ihr das Zillertal definitiv meiden. Für alle anderen: Nichts wie hin! Und dabei definitiv nicht vergessen, der Zillertaler Heumilch Sennerei einen Besuch abzustatten. Denn hier ist nicht nur Käse, Butter und einiges mehr zuhause, sondern die Qualität selbst.

Heumilch Sennerei
Zillertaler Graukäse

Kinder sollten nämlich nicht nur lernen, wie Käse gemacht wird und was das alles mit Milch und Kühen zu tun hat, sondern sie sollten auch erfahren, wie Qualität aussieht, gemacht wird und natürlich schmeckt! In dieser Sennerei wird das mehr als nur deutlich. 250 Bauern und deren Kühe sind da im Spiel. Ich möchte daran glauben, dass die Kühe noch bei ihren Namen gerufen werden und immer herzlich und freundschaftlich darum gebeten werden, doch bitteschön die beste Milch der Welt zu geben. Die Kühe fressen nur das Beste Gras und das schmeckt man den Produkten natürlich auch an.

Die Zillertaler Heumilch Sennerei in Fügen: So schmeckt die Natur!

Die Heumilch Sennerei jedenfalls ist eine Genossenschaft. Das heißt, dass der Betrieb im Eigentum der Bauern steht. Ausbeutung, schlechte Löhne und ungerechte Milchpreise sind also anderswo zuhause. Hier ist die Welt noch heil und die Milch noch gut. Die Produkte profitieren selbstverständlich von dieser heilen Welt.

Heumilch Sennerei
Heumilch Sennerei in Fügen

Ich habe immer das Gefühl, ein Stück Echtheit zu essen, wann immer ich einen Käse von der Zillertaler Heumilch Sennerei probiere. Dass die Milch hier rein ist und Gentechnik kein Thema ist, versteht sich eigentlich von selbst. Auch das schmecke ich oder habe ich zumindest im Hinterkopf, wenn ich die Produkte aus dieser Sennerei genieße. Genießen ohne Reue und ohne schlechtes Gewissen quasi. Natur pur, sonst nichts. Und das ist auch gut so. Sehr gut sogar.

Aber nicht nur die Produkte der Heumilch Sennerei solltet ihr kosten, sondern ihr solltet euch und euren Kindern selbstverständlich auch eine Führung durch die Schaukäserei gönnen. Dort erhalten eure lieben Kleinen und natürlich auch ihr selbst exklusive Einblicke in die Arbeitswelt einer Sennerei. Es hat schon was dem Käsemeister dabei über die Schulter zu schauen, wenn frische Heumilch zu absoluten Qualitätsprodukten verarbeitet wird. Das Käserei Museum gibt euch außerdem einen Einblick, wie die Produktion vor 100 Jahren vor sich ging. Eine gute Käserei hat nämlich immer Geschichte. Vor allem im Zillertal. Tradition verpflichtet sozusagen. Und am alten, guten und echten Handwerk orientiert sich hier ohnehin fast jeder. So soll es sein!

Heumilch Sennerei
Heumilch Sennerei in Fügen

Naturnah und traditionell sind dann natürlich auch Schlagworte, die von der Zillertaler Heumilch Sennerei selbst benutzt werden. Zu Recht, dann Heumilch wird gemeinhin als die ursprünglichste Milch schlechthin bezeichnet. Echter und reiner geht es eigentlich gar nicht mehr. Die Bauern liefern dabei die Milch, acht Mitarbeiter sorgen sich darum, dass aus dieser ein ordentliches Produkt wird. Die Produktpalette ist für die Größe der Sennerei dabei durchaus eindrucksvoll!

Ein kurzer Vorgeschmack gefällig? „Der Zilllertaler,“ „Zillertaler Alpenkönig“, „Zillertaler Bierkäse“, „Emmentaler aus Fügen“, „Zillertaler Naturbutter“ – und so weiter und so fort! Klingt gut oder? Ist es auch!

Aber wie sagte einst schon der Musiker Frank Zappa: „Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen.“ Ähnlich könnte man formulieren, dass über Käse und Butter zu schreiben zwar nett sein mag, aber letztlich muss man das halt schmecken und erleben! Schreiben ist Silber, kosten ist Gold! In diesem Sinne: Gehet hin und esset alle davon. Wir sehen uns dann in der Zillertaler Heumilch Sennerei. Dort werdet ihr Geschmäcker erleben, die euch so schnell nicht mehr loslassen. Und eure Kinder werden, gegebenenfalls, auch um einige Zacken klüger und informierter nach Hause kommen!

Fotos: Facebook Heumilch Sennerei

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