Krapfen & Kaviartourdata

Die ganze Wahrheit über die Zillertaler Ofenleber

Blog Best of Zillertal: Zillertaler Ofenleber

Liebe Genießerinnen und Genießer. Ihr müsst jetzt ganz stark sein. Es gibt da was im Zillertal, das ihr womöglich bisher noch nicht kennt. Es gibt eine kulinarische Köstlichkeit, die euch bisher weitestgehend vorenthalten wurde. Wohl auch deshalb, weil sie vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt blieb und in der Region vor allem auf Hochzeiten nicht wegzudenken war und ist. Es ist Zeit dieses Schmankerl ans Blog-Licht zu zerren: Die Zillertaler Ofenleber!

Schnell werdet ihr merken, dass ihr euch mit dem Lesen dieses Beitrags auf einer heißen Spur befindet. Auf dem besten Weg dahin seid eine kulinarische Besonderheit zu entdecken. Etwas, das ganz und gar nicht alltäglich ist.

Wenn ihr nach dieser Spezialität in den Weiten des Internets sucht dann merkt ihr schnell, dass selbst abgebrühte Kulinariker in einen feierlichen Ton verfallen, wenn sie von dem Genuss der „Zillertaler Ofenleber“ berichten. Die Zillertaler Ofenleber sei ein seltener Genuss lautet der Tenor. Und leider stimmt das. Denn diese Köstlichkeit fristet ein Schattendasein neben den weit populäreren aber dann doch weniger raffinierten Zillertaler Krapfen.

Woran das liegt? Womöglich daran, dass das Geheimnis dieses Gerichtes bisher in der Region gehütet wurde. Man wird schnell fündig. Die Zillertaler Ofenleber sei ein typisches Gericht, das in der Menüfolge einer Zillertaler Hochzeit auf gar keinen Fall fehlen darf. Zweifellos wahr. Aber welcher Kulinariker von außerhalb des Zillertales war schließlich schon mal bei einer waschechten Zillertaler Hochzeit? Na eben.

Die Zillertaler Ofenleber: Was ihr schon immer wissen wolltet…

Jetzt sind also zumindest schon mal Erklärungen gefunden, warum euch dieses Gericht auch als Zillertal-Fans bisher nicht wirklich untergekommen ist. Ihr hättet schon genauer danach suchen müssen und bei den guten Wirten im Tal nachfragen müssen. Dann hätten sie euch womöglich mit leuchtenden Augen in dieses Geheimnis eingeweiht!

Dann hättet ihr auch schon erfahren, was ihr jetzt erfahren müsst: Die Zillertaler Ofenleber ist gar keine Leber in dem Sinn, wie ihr sie euch vorstellt. Nichts von wegen nur Leber mit ein bisschen Reis und ein bisschen Ofen. Hier geht es raffinierter zu.

Aber die Zillertaler Ofenleber lebt nicht von der Leber allein. Es benötigt auch noch fettes Schweinefleisch, Schweins- und Kalbslunge, trockene Semmel, Kartoffeln, Bauernspeck und einiges mehr!

Die Leber und die weiteren Zutaten werden auch nicht am Stück serviert, sondern faschiert. Das Ganze ist also, ein wenig laienhaft ausgedrückt, eine Art von Hackbraten. Jedenfalls wird die Masse in eine mit Schweinenetz auslegten Kastenform gefüllt und sodann in den Backofen geschoben. Nach circa 45 Minuten wird diese kulinarische Kostbarkeit dann in Scheiben geschnitten vornehmlich mit Semmel- oder Serviettenknödeln serviert. Auch Gulasch oder Bratensauce macht sich geschmacklich gut.

Schaut euch einfach demnächst genauer im Zillertal um. Fragt nach! Ihr werdet die Zillertal Ofenleber dem Wesen nach gleich, aber womöglich mit leichten Variationen in der Detailgestaltung vorfinden. Eine Gemeinsamkeit gibt es dabei immer: Sie schmeckt schlicht und einfach wunderbar! Und ihr werdet davon weitererzählen wollen. Oder dieses Geschmackserlebnis noch einmal haben wollen und schweigen. Schließlich ist es auch schön einen Geheimtipp ganz für sich zu haben…

Foto © Zillertal Tourismus

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