Berg & Taltourdata

So nah, so fern: Alpenpanorama im Zillertal.

Was für ein Alpenpanorama. Und dann die Erkenntnis: Man hat eigentlich keine Ahnung, was man da vor den Augen hat. Den Alpenhauptkamm? Italien? Oder doch die Zugspitze und Deutschland? Beides ist möglich. Je nachdem, wo man sich in der Ersten Ferienregion im Zillertal gerade befindet.

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Zillertal Panorama, Foto: Kristina Erhard

Der Blick schweift in die Ferne, der Himmel satt dunkelblau. Majestätisch leuchten die Berggipfel in einem reinen Schneeweiß – man meint, eine leichte Erdkrümmung sehen zu können. Was für ein Alpenpanorama. Und dann die Erkenntnis: Man hat eigentlich keine Ahnung, was man da vor den Augen hat. Den Alpenhauptkamm? Italien? Oder doch die Zugspitze und Deutschland? Beides ist möglich. Je nachdem, wo man sich in der Ersten Ferienregion im Zillertal gerade befindet.

Geographische Geländebesprechung (Auszug aus dem Geographischen Exkursionsführer der Universität Innsbruck von A. Erhard)

… Das Zillertal ist das wohl bekannteste Seitental des Unterinntals nördlich von Innsbruck. Es mündet bei Straß gleichsohlig und in nahezu derselben Breite in das Inntal. Das Haupttal reicht von der Mündung bis nach Mayrhofen und weist dabei auf einer Strecke von 30 Kilometern nur ein Gefälle von 100 Metern auf. Die beiderseits vergleichsweise sanft ansteigenden Hänge repräsentieren die leicht verwitterbaren Grauwackenschiefer und den Innsbrucker Quarzphyllit des Ostalpin. Erst zwischen Zell am Ziller und Mayrhofen ändert sich die geologische Struktur: Nach einem, noch zum Ostalpin zählendem Kalkband finden sich die relativ ungegliederten Gesteinsserien der unteren und oberen Schieferhüllen auf beiden Talseiten. Hier schließen sich die mächtigen Gesteinskörper der Zentralgneise des penninischen Tauernfensters an. Die geologische Situation um Zentralgneiskern, in dem sich die vier, bei Mayrhofen schluchtartig mündenden Gründe- der Tuxergrund im Westen, der Zemmgrund und die Stiuppe im Süden, sowie der Zillergrund im Osten – befinden, prägt die naturräumlichen Rahmenbedingungen für die intensive raumwirksame energiewirtschaftliche Nutzung der Region ebenso, wie die lokalklimatischen Verhältnisse

Blick über das Spieljoch in Richtung Nordosten.

Spieljoch, Foto: Kristina Erhard
Der Blick in Richtung Nordwesten vom Gipfelkreuz des Spieljochs.

Man nehme die Spieljochbahn mit anschließendem, kleinen Fußmarsch auf das 1920 Meter hohe Spieljoch. Bei Sonnenschein bietet es sich an, beim Gipfelkreuz des Spieljochs zu jausnen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Auf jeden Fall sollte man ein Foto am Gipfelkreuz machen. Immerhin lässt es sich beinahe Schweißlos erreichen – nicht selbstverständlich in den Bergen.

Blick auf den Roßkopf in Richtung Südwesten

Hochfügen Naturrodelbahn. Foto: Kristina Erhard
Romantisch, romantischer, Winterwunderland Hochfügen. Wer die Ski mal zuhause lassen möchte, packt die Rodel ein und wandert auf die Pfundsalm in Hochfügen.

Hochfügen kann ganz viel Natur. Die Piste und den Ort am Parkplatz hinter sich lassend, wandert man knapp zwei Kilometer entlang des Finsingbachs bis hin zum Pfundsalm Mittelleger auf 1832 Meter. Im Winter dient der Wanderweg auch als Naturrodelbahn. Wer keine Rodel sein eigen nennt, kann sich im Hotel Almhof und im Sportgeschäft im Berghotel Hochfügen einen fahrbaren Untersatz leihen.

Blick auf das Skigebiet Hochfügen und das Karwendel in Richtung Norden

Freerideparadies Hochfügen, Foto: Kristina Erhard
So nah, so fern: Die Zugspitze im Norden, der ikonische Gilfert vor der Nase: Das Skigebiet Hochfügen ist ein Augenschmaus mit Weitsicht.

Freerideparadies und Winterzauber: Die Hänge zwischen Marchkopf und Wetterkreuzspitze tanzen mit dem Pulverschnee und der Sonne Tango. Und wir tanzen auf Freeride-Ski mit. Dabei sollte man sich an der Bergstation des Zillertal Shuttels doch mal einen Moment Zeit nehmen um den Blick über das Skigebiet hinaus in Richtung Norden schweifen zu lassen. Bei guter Fernsicht blitzt im Norden der Gletscher der Zugspitze mit den Gipfeln des Karwendels und des Wettersteingebirges um die Wette.

Blick auf die Tuxeralpen in Richtung Westen

Tuxer Alpen im Zillertal, Foto: Kristina Erhard
Wenn man den Blick nach Westen richtet, taucht man in eine ursprüngliche Bergwelt ein.

Tiefe Täler, einsame Gipfel und tief verschneite Almhütten. Wer an der Bergstation des Kristall Express in Richtung Westen schaut, taucht in eine ursprüngliche Bergwelt ein. Vorgelagert die Gipfel der Tuxer Alpen bis hin zum Wipptal, nachgelagert die Dreitausender der Stubaier- und Ötztaler Alpen. Ein tolles Panorama um sich und seine Umwelt wiedermal in einen Kontext zu stellen. Und Balsam für die Großstadt-Seele.

Blick auf die Zillertaler Alpen in Richtung Süden 

Panorama von der Kristallhütte, Foto: Kristina Erhard
Sonne tanken, Berg bestaunen: Der Blick von der Kristallhütte in Hochzillertal ist wie Kino. Nur besser.

Im Süden ragen sie auf, die mächtigen Berge der Zillertaler Alpen. Die Grenze zwischen Tirol und Südtirol wird dabei von Ewigem Eis und Dreitausendern markiert. Allen voran der Große Löffler und der Schwarzenstein mit den vorgelagerten Gletschern, die man hier „Kees“ oder „Ferner“ nennt. Hochgebirgsfeeling mit hippen Touch ist das Nebenprodukt einer Einkehr in der Kristallhütte: Hier gibt es eben diesen Panoramablick und Burger samt flowiger House-Musik oben drauf.

Fazit: Egal wo im Zillertal man sich gerade befindet, zum bestaunen gibt es immer was. Deswegen an dieser Stelle ein kleiner Tip: Beim nächsten Sonnenschein hinauf auf den Berg, Panorama genießen!

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